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Castell d'Alaró

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Das hydraulische System

Das Castell d’Alaró galt als uneinnehmbar. Doch nicht nur die steilen Felswände, Mauern oder die kleine Besatzung von fünfzehn bis zwanzig Männern machten die Festung widerstandsfähig. Entscheidend war bei einer Belagerung vor allem ein Element: Wasser.

Hier auf dem Plateau sind zwei unterschiedliche Systeme zur Wassergewinnung und -speicherung erhalten geblieben.

Direkt vor Ihnen sehen Sie ein rechteckiges Becken – eine große Zisterne oder Wasserreservoir. Untersuchungen zeigen, dass es in zwei Bauphasen entstand. Der ältere Teil stammt vermutlich aus islamischer Zeit zwischen dem zehnten und dreizehnten Jahrhundert und besteht aus gestampftem Mörtelbeton, der im unteren Bereich des Inneren sichtbar ist. Der obere Teil wurde nach der christlichen Eroberung ab 1231 aus Stein errichtet.

An manchen Stellen erkennt man noch Reste der rötlichen Beschichtung, die das Becken wasserdicht machte.

Die Zisterne wurde mit Regenwasser gespeist, das von den Dächern der heute verschwundenen Gebäude gesammelt wurde. Offenbar war sie spätestens seit dem fünfzehnten Jahrhundert unbedeckt – falls sie überhaupt jemals ein Dach besaß.

Hinter der Herberge und der Einsiedelei befindet sich das wichtigste Wassersystem der Festung: die großen unterirdischen Zisternen. Dieser Bereich wird „La Mola“ genannt – eine kleine Erhebung innerhalb des Berges, in der sich Wasser sammelt und eine natürliche Quelle entsteht. Eine solche Quelle auf einem Gipfel wie diesem ist äußerst ungewöhnlich.

Früher speiste sie eine runde Zisterne, drei große überdachte Wasserbecken und ein offenes Reservoir, das 2017 teilweise freigelegt wurde und möglicherweise noch vor der islamischen Zeit entstand.

Bis heute ist nicht genau bekannt, wann die einzelnen Zisternen gebaut wurden. Die Unterschiede in ihrer Bauweise deuten darauf hin, dass sie aus verschiedenen historischen Epochen stammen.

Zusammen ermöglichten diese beiden Wassersysteme die Versorgung einer vergleichsweise großen Zahl von Menschen – selbst während langer Belagerungen.
Der Bergfried
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Die östlichen Verteidigungsanlagen
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