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Castell d'Alaró

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Die westlichen Verteidigungsanlagen

Viele Besucher empfinden die Verteidigungsanlagen des Castell d’Alaró zunächst als wenig beeindruckend.

Dieser Eindruck täuscht. Bereits mittelalterliche Chroniken beschrieben die Burg als von Natur aus außergewöhnlich stark befestigt. Selbst ohne Mauern wäre dieser Ort nur schwer einzunehmen gewesen.

Die Anlage besteht aus einem Haupt- und zwei Nebenbereichen, die alle nach Westen ausgerichtet sind. Der erste Bereich, den Sie bereits kennengelernt haben, reicht von der Barbakane bis zum Bergfried.

Die Hauptmauer folgt über rund 178 Meter dem Verlauf der Felskante. Wenn Sie ihr von Süden nach Norden folgen, passieren Sie den Sporn-Turm, den kleinen Wehrturm Nummer 1, die Zisterne und schließlich den Bergfried.

An der Stelle, an der Sie sich jetzt befinden, liegen ein kleiner Verteidigungsbereich mit Schießscharten, Turm Nummer 3 und schließlich die Nordpforte der Burgmauer.

Entlang des gesamten Weges lassen sich unterschiedliche Bautechniken erkennen. Man sieht Reste von Zinnen und Schießscharten, die an die ursprüngliche Verteidigungsfunktion erinnern.

Turm Nummer 3 wirkt wie ein massiver Bastionsturm, der direkt auf dem Fels errichtet und zusätzlich mit Erde verstärkt wurde. Von hier schloss eine Mauer mit einem kleinen Nebentor nach außen sowie einem steinernen Wehrgang die Anlage ab.

Mit der Zeit erkannte man jedoch, dass der ungeschützte Felsvorsprung hinter diesem Nebentor eine Schwachstelle darstellte. Angreifer konnten ihn mit Leitern oder sogar direkt über den Fels erreichen.

Deshalb ließ König Pere IV. von Aragón diesen Bereich verstärken. Eine etwa achtzig Meter lange Mauer schloss den Zugang im Westen und schützte zugleich die Ost- und Nordseite. In diesem Zusammenhang entstand auch der zusätzliche Wehrturm Nummer 2.

Früher verfügten sowohl der Hauptbereich als auch der nördliche Abschnitt über Wehrgänge im Inneren, die in historischen Quellen als „die drei hölzernen Wege“ erwähnt werden.
Das Leben auf der Burg
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Kriegerische Ereignisse
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